OpenAIs Börsengang hat viele Red Flags

Die Firmen OpenAI und Anthropic haben angekündigt Ende des Jahres 2026 an die Börse zu gehen. Aber es gibt viele Red Flags wenn es darum geht ob diese Firmen mit generativer KI jemals Milliarden-Gewinne machen können.

Fakten und etwas Vermutungen

  • 🚨 Kein Profit: OpenAI braucht jährlich geschätzt zum Betrieb 25 Mrd. Dollar. Und sie haben Umsatz 13 Mrd. Dollar in 2025 gemacht. Sie sind also nicht profitabel.

  • 🚨 Abschwächender Umsatz: Der Umsatz hat sich drei Jahre in Folge jeweils verdreifacht auf jetzige 13. Mrd. Ende 2025. Aber ob das 2026 (Jahr des Börsengangs) auf ca. 50 Mrd. Dollar geht, steht nicht fest. Zumal OpenAI eine Verlangsamung andeutet. Denn sie behaupten sie wollen 150 Mrd. Dollar bis 2030 machen. Aber bei Verdreifachung wie bislang müsste es 2026 50 Mrd. Dollar in 2026 sein und 150 Mrd. Dollar in 2027. Da ist eine Lücke von drei Jahren, was für Verlangsamung spricht.

  • 🚨 Steigende Betriebskosten: Parallel zum Umsatz steigen aber auch die Betriebskosten. Die veröffentlicht OpenAI bislang nicht. Aber die Finanzchefin von OpenAI behauptet dass der Umsatz vom Ausbau von Data-Centern getrieben wäre. Mit anderen Worten die Betriebskosten steigen mit und vermutlich wird die Kluft zwischen Umsatz und Gewinn größer. Bedeutet der Verlust in Mrd. Dollar wird größer, denn einen Gewinn hat OpenAI nicht. Damit das keiner erkennt, veröffentlicht OpenAI die Betriebskosten nicht, sondern kokettiert mit dem jeweils drei mal in Folge verdreifachtem Umsatz. Dass sich der Verlust auch jeweils vergrößert hat, verschweigt man lieber.

  • 🚨 Staatliche Subventionen: Ein Teil des OpenAI-Umsatzes geht auf staatliche Subvention der USA zurück. Unter Präsident Trump hat das Pentagon für drei Millionen Angestellte Abos mit mehreren Firmen wie OpenAI abgeschlossen. Der einzige Staat von dem man das bislang gehört hat sind die VAE. Dazu soll aber ChatGPT an die VAE-Propaganda angepasst werden bevor die es dort im Staatsdienst nutzen wollen. Wie sich das Aufschlüsselt im Umsatz welchen Anteil staatliche Abonnenten, Enterprise-Abonnenten und Privat-Abonnenten haben, gibt es bislang nicht. Und solche Angaben sind auch bei Quartalsberichten freiwillig. Firmen wie Intel bspw. machen merkwürdige Aufschlüsselungen in denen sie ganze Bereiche wie Mobile-, Desktop- und Notebook-Markt in anderen Begriffen unterbringen um die genauen Zahlen nicht zu verraten ob sie gestiegen oder gefallen sind. Weil das die Volatilität des Aktienkurses verstärken würde. Es ist nicht zu erwarten dass OpenAI das anders machen wird. Wenn die jetzt schon Zahlen verschleiern, werden sie so weiter machen.

  • 🚨 Negativer KGV: OpenAIs KGV ist negativ mit Aussicht so zu bleiben bis min. 2030, lauf Aussagen von OpenAI selbst. Es gibt das Gerücht, dass Jensen Huang von Nvidia nicht mehr 100 Mrd. Dollar in OpenAI investieren will, sondern nur 20 Mrd. aus dem Grund weil er sehr unzufrieden mit der Gelddisziplin von OpenAI wäre. Er selbst lügt jedenfalls nachweislich in die Kameras dass nie 100 Mrd. versprochen waren obwohl es lauter Videoaufnahmen dazu gibt. Warum es nur noch 20. Mrd. Dollar sind, verschweigt Nvidia. Huang behauptet dass bislang zu Nvidias Investition mit OpenAI nichts vertraglich vereinbart wurde. Das gildet aber auch für die 20 Mrd. Dollar jetzt. Sie sind nur eine Behauptung für die Medien.

  • 🚨 Sinkende Arbeitsbezogenheit: OpenAI gibt an dass ChatGPT zu 30 % arbeitsbezogene Chats bedient. Aber sie verschweigen dass es bei Einführung 2022 ca. 50 % waren. Die Tendenz ist also fallend. Die Leute nutzen ChatGPT immer weniger für Arbeit und immer mehr als Ersatz für Goggle-Suche oder Wikipedia. Also nichts was Geld kostet und wofür sie Geld ausgeben würden.

  • 🚨 Sinkender Marktanteil: Der Marktanteil für Chatbots liegt bei OpenAIs ChatGPT bei ca. 80 %. Aber mit Tendenz fallend. Das ist verständlich weil Google einen KI-Button direkt in die Google-Suche integriert hat. Und sie geben bei vielen Suchen eine kleine KI-Ausgabe ungefragt aus. Auf die muss man nur klicken um den Chat fortzuführen. Und es funktioniert offenbar, weil der Marktanteil von Googles Gemeni zulegt während der von OpenAI fällt.

  • 🚨 Ausbleibende Investitionen: In 2025 hat OpenAI nochmal 40 Mrd. Dollar eingenommen so dass sie in 2026 (Jahr des Börsengangs) voraussichtlich 60 Mrd. insgesamt eingenommen haben. Eventuell zahlt noch Nvidia versprochene 20 Mrd. hinzu vor dem Börsengang. Nachdem sie vorher 100 Mrd. versprochen hatten. Wenn die Börsianer nicht als Investoren Ende 2026 für OpenAI gewonnen werden würde, dann müssten das die bisherigen Investoren tun. und das ist fragwürdig. Deswegen wir ja der Börsengang bei OpenAI und Anthropic Ende 2026 angestrebt. Jemand soll die Lücke füllen den Betrieb aufrecht zu erhalten, weil die bisherigen Investoren das nicht unendlich mitmachen wenn OpenAI nicht bestrebt ist überhaupt jemals einen Gewinn zu erzielen. Selbst bei 2030 heisst es der Umsatz soll auf 150 Mrd. Dollar anwachsen. Von Gewinn ist bei OpenAI nirgendwo die Rede. Es geht nur um die Betriebskosten. In die soll irgendwer investieren. Weitere Investoren werden dringend gesucht. Unwissende gierige Privatanleger kommen gerade zur rechten Zeit um ausbleibende Investitionen bisheriger Akteure zu ersetzen. Microsoft bspw. verdient bei OpenAi mit 27 % mit. Sie haben aber ihrer Investition von 13 Mrd. Dollar seit Jahren nichts weiter nachgeschoben. Und Nvidia zögert hinaus.

  • 🚨 Extremes Risiko für Rekordverlust: Kritiker von OpenAi sagen immer wieder das vermutlich noch nie in der Geschichte irgend eine Firma mehr Verluste angehäuft hat wie OpenAI. Ja, wenn die bisherigen Investitionen von ca. 60 Mrd. Dollar ein Verlust werden, dann wird es wohl stimmen. Wenn die Wette aufgeht ist es Rekordinvestition. Aber wenn die Wette schief geht, ist es Rekordverlust. Zu dem aber auch die Börseninvestitionen gezählt werden müssten bzw. Verluste dann. Hunderte Milliarden Dollar von Privatanlegern haben dann den Besitzer gewechselt. Aber das ist dann nicht OpenAI, sondern die Schaufelverkäufer: Chip-Hersteller wie Nvidia und Cloud-Anbieter wie Microsoft. Nur stimmt es dass irgendeine IT-Firma an der NASDAQ als Gewinner in beiden Fällen davon kommt? Oder werden die dann auch massive Verluste einfahren? Wenn sich die Gewinne der Schaufelverkäufer halbieren, würden sich deren KGVs verdoppeln. Da das nicht gerechtfertigt wäre, würden deren Kurze vermutlich sogar um mehr als die Hälfte einbrechen damit der KGV der gleiche bleibt oder sinkt. Also nein, es gibt vermutlich keine Gewinner beim Platzen einer KI-Börsenblase. Kritiker sagen die enormen Investitionen können niemals wieder eingefahren werden. Denn das Risiko für eine Investition steigt je mehr die Verluste einer Firma steigen, was bei OpenAI immer mehr der Fall ist. Es sind Rekordinvestitionen schon vor dem Börsengang. Also besteht ein extremes Risiko für eine Börsenblase und einen historischen Rekordverlust für einfach alle, selbst wenn sie nicht direkt in KI-Firmen wie OpenAI investiert haben.

  • 🚨 Kostenlose Konkurrenz: So genannten Open-Weight-Modelle machen bei Themen wie Programmierung, Dokumentenbearbeitung, Bilderstellung und allgemeinem Chatten den Abo-Anbietern wie OpenAI und Anthropic zunehmend Konkurrenz. Diese Modelle werden oft, insbesondere wenn sie aus China sind, mit sehr freizügigen Lizenzen wie der MIT-Lizenz angeboten. Das heißt man kann sie kostenlos im Berufsleben nutzen. Teure Hardware ist dafür nicht nötig, Laptop oder Desktop ohne teure Grafikkarte zur Beschleunigung reichen aus. Die Open-Weight-Modelle sind hinter kommerziellen Modellen aber schließen immer mehr auf. China macht USA die Vermarktung generativer KI kaputt.

Beobachtungen zu möglichen Anwendungen von generativer KI

  • 🚨 Büroarbeit: Benutzer von Windows beschweren sich dass Microsoft Copilot immer weiter in Windows-Programme integriert. Der Nutzen ist fragwürdig. Selbst im Notepad ist es integriert. Aber Wozu? Wieso kann es nicht in einer separaten Chatapp drin sein die man nutzen oder nicht nutzen kann? Wer braucht automatisch erzeugte Powerpoint-Presentationen? Also ob man das nicht selbst mit wenigen Klicks machen könnte. Es ist selbst als Assistent im Office-Paket wo es drin ist fragwürdig. Was soll das für einen Benutzer tun was er nicht selbst erledigen kann wenn er die Office-Programme kennt? Und warum sollte das irgendeinem Konzern wie Microsoft Geld einbringen? Wenn das nach Jahren keiner beantworten kann, dann gibt es vermutlich keine Antwort und auch keinen finanziellen Profit.

  • 🚨 Call-Center: Theoretisch könne man Call-Center-Mitarbeiter durch sprechende Chatbots am Telefon ersetzen. Aber dann könnte der Service-Telefon nicht mehr kostenlos sein, weil generative KI momentan viel Geld kostet. Und außerdem zeigen Studien immer wieder dass Modelle sehr anfällig sind für Prompt Injection. Das heißt man kann sie leicht dazu bringen andere Dinge zu tun als wofür sie gedacht sind. Einen Chatbot am Telefon könnte man stundenlang die Wikipedia vorlesen lassen. Das würde Geld verbrennen und der Telefonservice müsste zum Schutz zwingend Geld kosten. Zudem sind Chatbots bislang nicht so hilfreich wie Menschen. Die Service-Qualität würde runter gehen obwohl der Service Geld kosten würde. Fragwürdig warum Call-Center dringend ihre menschlichen Mitarbeiter durch sprechende Chatbots ersetzen sollten.

  • 🚨 Programmierfirmen: Selbst Programmierfirmen haben keinen Druck LLMs als Programmierhilfe für ihre Programmierer schnell zu implementieren. Sie können langsam kostenlose Open-Weight-Modelle nutzen die zunehmend hilfreicher sind. Mit der Zeit können sie dann größere Modelle nutzen wenn die Hardware dafür über die Jahre billiger wird. Man muss nicht sofort für viel Geld Abos bei Firmen wie OpenAI abschließen. Das Programmieren geht schon jetzt mit kleinen Modellen (20 bis 80 Mrd. Parameter wie bspw. Qwen3-Coder-Next) auf Laptops (16 bis 32 GB RAM) und Desktops (32 bis 128 GB RAM).

  • 🚨 Suchmaschinen: Im Prinzip ist es so dass wenn eine Techfirma die Daten einer anderen Firma besitzt, dann wird es brenzlig für diese. Da LLMs mit den gleichen Internet-Daten wie Suchmaschinen, Weblogs und Foren gefüttert sind, sind sie am ehesten deren Konkurrenz. Und das erklärt auch warum OpenAI wie Google Werbung schaltet. Weil niemand für eine Suchmaschine Geld ausgeben will. Nur ist es fraglich ob das Werbegeld genug zum Betrieb der LLMs sichern wird. Googe hat da die besseren Karten, weil sie auch auf andere Weise Geld einnehmen: über Werbung bei Youtube und über Gebühren für Apps beim Google Playstore. Google hat bereits die Einnahmen die OpenAI braucht und sucht.

Schlusswort

  • Sprache als Schnittstelle beim Thema Mensch-Maschine-Interaktion (MMI) ist overhyped. Sprache kann zwar jetzt durch LLMs alle anderen Schnittstellen wie Maus und Tastatur ersetzen, nur ist das nicht effizient steigernd sondern senkend.

  • Die Firmen wie OpenAI gehen mit negativem KGV an die Börse und nicht weil sie ein gesundes Unternehmen sind. Die gehen da hin um um Geld für den Betrieb zu betteln.

  • Wenn Foundation-Firmen wie OpenAI es tatsächlich schaffen sollten irgendwann zu den NASDAQ-Firmen wie Apple, Google etc. zu gehören und sich Jahre an der Börse mit Erfolg (mit positivem KGV!) zu halten, dann kann man noch später in sie investieren und braucht das nicht gleich am Anfang.

PS: Dieser Artikel wurde übrigens ganzlich ohne Chatbot erstellt. Ich nutze aber teils lokale Modelle zum Programmieren von Prototypen in C/C++. Oder für Shell-Skripte mit Python. Ein Abo bei Anthropic hatte ich nur einen Monat. Danach wollten sie meine Girokarte nicht mehr als Kreditkarte akzeptieren. Dann nutze ich jetzt halt lokale Modelle wenn die mein Geld nicht wollen. Aber auch nur für Krimskrams.

System:
CPU: Ryzen 9 9950X (16C32T@5700GHz)
RAM: 2x48 GB DC (Corsair Vengeance schwarz DIMM Kit 96GB, DDR5-5600, CL40-40-40-77)
GPU: GIGABYTE GeForce RTX 5070 Ti Windforce OC SFF 16G, 16GB GDDR7, HDMI, 3x DP
SSD: Samsung 990 PRO (2 TB für Debian 12)
SSD: Samsung 870 EVO (1 TB für Windows 10)
OS: Debian 12 (zum Programmieren und allem anderen)
OS: Windows 10 Professional (gelegentlich zum Spielen)